„Kein Grund zur Selbstbeweihräucherung“

Der „Nachhaltigkeitspreis“ für die Stadt Münster ist nach Ansicht der CDU eine schöne Auszeichnung, aber kein Grund zum Übermut oder zur Selbstbeweihräucherung. Ratsherr Heinz-Georg Buddenbäumer: „Wir kümmern uns seit Jahrzehnten um das Thema und haben es vorangebracht. Aber wir haben alle noch viel zu tun, wie das Fischsterben am Aasee gerade besonders krass zeigt.“ Der umweltpolitische CDU-Sprecher sprach sich in diesem Zusammenhang gegen jede einseitige Schuldzuweisung aus, wie es sie jetzt zum Überdruss gebe.

Oberbürgermeister Markus Lewe habe die richtigen Fragen gestellt, ob die Katastrophe zu verhindern gewesen wäre und wie eine Wiederholung ausgeschlossen werden kann. Deshalb sei die Absicht Lewes vernünftig, das Aasee-Drama fachlich-wissenschaftlich aufzuarbeiten und Münsters Gewässer krisensicher zu machen statt Diffamierungen zu verbreiten, die niemanden helfen.

Zur Nachhaltigkeit tragen laut Buddenbäumer auch die münsterschen Landwirte bei mit ihrer verbrauchernahen Herstellung von Nahrungsmitteln, erneuerbaren Energien, nachwachsenden Rohstoffen und ihrer Position gegen übermäßigen Flächenverbrauch. Ratsherr Buddenbäumer erinnerte daran, dass seit dem Jahr 2000 in Münster bereits ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt wird, der in den Folgejahren mit der Arbeitsgemeinschaft „Lokale Agenda 21 Münster“ fortgeschrieben worden ist.