Kreis Warendorf. Rund fünfzig Einsätze und zahlreiche Verstöße von Gründonnerstag bis Ostermontag

– Rund fünfzig Mal musste die Polizei Einsätze wahrnehmen, weil es Hinweise auf Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung gab. Wie bereits in den vergangenen zwei Wochen ging es fast ausschließlich um Gruppen unterschiedlicher Größe, die sich im öffentlichen Raum aufhielten. Aber auch Anrufe mit Meldungen zu möglichen Feiern waren darunter. Hier gab es keine Beanstandungen, da es sich in den wenigen Fällen um Personen handelte, die einem Hausstand angehörten und sich im privaten Raum aufhielten. Insgesamt 42 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Nichteinhaltung des Kontaktverbots und zwei Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch leiteten die einschreitenden Polizisten ein. Des Weiteren sprachen sie zahlreiche Platzverweise aus.

Darunter rund einhundert gegen Personen, die sich am Karfreitag (10.04.2020) gegen 21.00 Uhr mit etwa fünfzig Autos auf dem Zechengelände in Ahlen eingefunden hatten. Polizei und Kräfte des Ordnungsamtes sorgten durch eine Sperrmaßnahme für eine angeordnete Abfahrt der Teilnehmenden und leiteten gegen drei Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Am Samstag, 11.04.2020 schritten Polizisten gegen 18.35 Uhr in Ahlen auf dem Marktplatz ein. Dort hielten sich neun Personen auf, die sich demonstrativ in einem Abstand von jeweils zwei Metern auf Stühlen zusammengesetzt hatten. Die Kräfte bewerteten die Lage nach Abstimmung mit dem Ordnungsamt als Ansammlung und stellten die Identität von den angetroffenen Personen fest. Zur weiteren Prüfung des Verfahrens wurde dem Ordnungsamt ein Bericht übersandt.

Leider zeigt dieses unsolidarische Verhalten von – glücklicherweise nur – Wenigen, dass die Polizei und die Ordnungsämter über die bisherigen Ostertage gefordert waren, die Einhaltung der Vorschriften der Coronaschutzverordnung zu überwachen und durchzusetzen.