Autsch: Darauf ist beim Verbandswechsel zu achten

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Verbände werden bei den verschiedensten Beschwerden eingesetzt. In erster Linie dienen sie zur hygienischen Wundversorgung. Aber auch bei bereits abgeheilten Prellungen und Co. wird auf Salbenverbände gesetzt, um Cremen gezielt einwirken zu lassen. Wenn Wunden fast abgeheilt sind, darf der Verbandswechsel in der Regel zu Hause erfolgen. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Wie oft muss der Verband gewechselt werden?

In puncto Wundversorgung sollten Sie immer den Rat Ihres behandelnden Arztes befolgen. Denn nicht jede Verletzung ist gleich. Wenn der Arzt jedoch seine Erlaubnis gibt, darf der Verbandswechsel auch in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte ein Verbandswechsel nach frühestens 24 bis 48 Stunden erfolgen. Doch auch hier empfiehlt es sich, mit dem Arzt Rücksprache zu halten. In welchen Abständen der Verband gewechselt werden sollte, ist abhängig vom Verletzungsgrad und der Medikation, sprich der Salbe. Außerdem sollten komplizierte oder chronische Wunden generell immer von einem Experten versorgt werden. Dieser kann Veränderungen nämlich direkt feststellen und diese beurteilen. Neben dem zeitlichen Intervall sollten Sie auch auf das Material achten. Verbandszeug ist nicht gleich Verbandszeug. Bandagen gibt es in den unterschiedlichsten Stärken, Größen und Formen. Neben der Haptik spielt auch die Biokompatibilität eine wichtige Rolle. Diese garantiert nämlich eine sichere Anwendung.

Vorsicht beim Entfernen des alten Verbands

Bevor ein neuer Verband angelegt werden kann, muss der bestehende vorsichtig entfernt werden. Hier ist in vielen Fällen Fingerspitzengefühl gefragt. Der erste Schritt des Verbandswechsels ist eine gründliche Reinigung der Hände. Zuerst sollten die Hände unter fließendem Wasser mit reichlich Seife gewaschen werden. Danach geht es ans Desinfizieren. Dies sorgt dafür, dass keine Bakterien in die Wunde gelangen. Bei frischen Wunden sollten Sie außerdem auch noch immer Einweghandschuhe tragen, um Infektionen zu vermeiden. Der Verband wird am einfachsten gelöst, indem zunächst die Pflaster entfernt werden. Schnelles Abreißen sollte dabei vermieden werden. Stattdessen ist hier besonderes Feingefühl gefragt. Danach kann der Verband in der Regel leicht von der Haut gelöst werden. Sollte der Verband an der Wunde kleben, hilft etwas Wunddesinfektionsmittel. Durch die Feuchtigkeit saugt sich das Material voll und lässt sich einfach herunternehmen.

So geht die Wundversorgung zu Hause

Eine Wundversorgung in Eigenregie sollte nur durchgeführt werden, wenn die Wunde bereits am Abheilen oder vollständig geschlossen ist. Ist dies der Fall, benötigen Sie für die Reinigung einfach etwas Wunddesinfektionsmittel oder einen speziellen Wundspray. Damit wird die Wunde einfach eingesprüht oder mit einem speziellen Mulltuch eingepinselt. Wichtig ist, dass Sie das richtige Desinfektionsmittel verwenden. Gängige Handdesinfektion eignet sich nämlich nicht für die Versorgung einer Wunde. Auch alkoholische Lösungen sollten lieber nicht verwendet werden. Wurde die Wunde gereinigt, sollte auch direkt wieder ein neuer Verband angelegt werden. Hierfür sollten Sie stets eine frische Bandage verwenden, um Infektionen zu vermeiden.