Glasfaser in ganz Deutschland – Ende 2023 realistisch?

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Die endlosen Möglichkeiten des Internets sind längst zum Alltag der Deutschen geworden. Immer mehr Deutsche nutzen das World Wide Web nicht nur bei der Arbeit oder zur Kommunikation mit Freunden, sondern auch für den täglichen Einkauf oder Online Gaming. Der ständige Zugriff auf die Technologie ist daher notwendig. Deshalb soll nun der Ausbau eines landesweiten Gigabit-Glasfasernetzes bis 2025 gesichert werden, welches jede Gemeinde mit hochleistungsstarkem Internet versorgt. Wie viele Menschen in Deutschland nutzen das Internet regelmäßig? Welche Veränderung bringt der Ausbau? Und für welche Branchen hat das schnellere Internet die größten Auswirkungen?

Internetnutzung in Deutschland

Fast 100 Prozent der deutschen Erwachsenen haben ein Bankkonto und 54 Prozent von ihnen sind im Besitz einer Kreditkarte. Die Internetdurchdringung liegt bei 96 Prozent und 79 Prozent der Deutschen besitzen ein Smartphone. Aufgrund all dieser Faktoren verabschiedete das Land einen nationalen Breitbandplan, dessen Ziel es ist, bis 2025 ein nationales Gigabit-Glasfasernetz aufzubauen, das alle Gemeinden versorgt. Aber wofür nutzen die Deutschen das Internet am häufigsten?

Ein Großteil der Internetzugriffe findet vom Arbeitsplatz aus statt. Zunehmend viele Unternehmen sind international vernetzt und die meiste Kommunikation passiert via E-Mail oder Kommunikationssoftware wie Zoom. Die steigende Nutzung von Homeoffice steigert den Internetbedarf weiter, aber auch privat nutzen die meisten Deutschen das Internet häufig. Neben der weiten Verbreitung von Social Media über alle Altersgruppen, findet von der Partnerwahl über Online-Singleplattformen wie Tinder oder Bumble, bis zum Online Shopping von Kleidung bis Lebensmittel, fast jede Aktivität online statt.

Der komplette Entertainmentbereich spielt sich zu einem großen Teil online ab. Neben Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime spielt ebenso Online Gaming eine große Rolle bei der Freizeitbeschäftigung in vielen deutschen Haushalten. Jeder zweite Deutsche zockt gerne auf der Konsole oder am Handy. Besonders der Gaming- und iGaming-Bereich wird durch die stetig bessere Internetverbindung immer besser nutzbar. Aber nicht nur für die Nutzung dieser Dienste, sondern auch für die Online-Bezahlung ist schnelles Internet notwendig. Systeme wie PayPal oder Google Pay zählen zu den sichersten Online-Zahlungsmethoden auf dem Markt. Sie sind in unzähligen Onlineshops und auf den meisten Gaming-Plattformen als Zahlungsoption angeführt. Große Gaming-Unternehmen wie PlayStation oder Xbox verzeichnen die meisten Zahlungen über Zahlungsdienstleister wie diese. Aber auch im iGaming-Sektor ist sichere Ein- und Auszahlung von enormer Bedeutung für Anbieter sowie Gamer und das Feld wuchs in der jüngeren Vergangenheit rasant. Bei den beliebten Echtgeldspielen spielt neben Spannung und Spielspaß auch die Sicherheit beim Geldtransfer eine große Rolle. Somit kommen auch weitere Anbieter auf den Markt, die sich in der Branche etablieren und mit besonders einfacher Handhabung oder Geschwindigkeit punkten. Vor allem E-Wallets, wie PayPal, MuchBetter oder Skrill können Kunden durch ihr hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz sowie schneller Transferzeiten überzeugen. So haben sich mitunter MuchBetter Casinos in Deutschland fest eingebracht und sich dabei auf den Gaming-Sektor fokussiert, um eine reibungslose Erfahrung für Nutzer anzubieten.

Ausbau mit Glasfaser

Auf lange Sicht führt kein Weg am Ausbau vorbei. Aktuell verwendete Techniken wie DSL oder VDSL sind lediglich vorübergehende Lösungen bis zu einer flächendeckenden Glasfaser-Abdeckung des Landes. Aber auch hier lohnt sich ein Blick auf die sinnvollste Lösung für den aktuellen Gebrauch. Langfristig wird die Glasfaser-Technik jedoch übernehmen, denn sie ist so leistungsstark und flexibel wie keine andere. Durch die Beliebtheit der Technologie werden mehr Arbeitsplätze im Glasfaservertrieb geschaffen. Denn in den nächsten Jahrzehnten wird die Faser für eine starke Internetverbindung unabdingbar sein.

Weltweit nimmt der Ausbau des Glasfasernetzwerkes zu und auch in Deutschland wachsen die Anschlüsse stetig. Aktuell (Stand: Januar 2023) können etwa 12,7 Millionen Haushalte in Deutschland auf Glasfaserinternet zugreifen. Das entspricht einer Abdeckung von lediglich 25-26 Prozent. Ein Grund für die Verzögerungen des Ausbaus sind die hohen Kosten. Nur für den kompletten Ausbau der Stadt Hannover veranschlagte die Telekom einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Für den Anschluss von 45.000 Haushalten, sollten dort beispielsweise gut 600 Kilometer Kabelmaterial notwendig sein und rund 170 Verteilerkästen erneuert werden. Vor allem die Tiefbauarbeiten, die notwendig sind, verschlingen einen Großteil der Kosten. Unter diesem Gesichtspunkt ist klar, dass die Erschließung neuer Regionen gut geplant werden muss. Nichtsdestotrotz ist ein starker Fortschritt des Ausbaus für dieses Jahr geplant. Wie viele Städte tatsächlich dazu kommen, wird sich zeigen.

Hier stehen sich Kosten und Nutzen gegenüber. Das Internet wird stärker genutzt. Die täglichen Zugriffe steigen jährlich weiter an. Immer mehr Menschen nutzen Smartphones für alle Bereiche des täglichen Lebens. Dennoch ist der Ausbau der Technologie mit enormen Kosten verbunden, die vom Staat sinnvoll geplant und zeitgemäß investiert werden müssen. Ob das Ziel eines kompletten Ausbaus Ende 2023 tatsächlich umsetzbar ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden.