Tag Archives: Fahrgastrekord

Dr. Henning Müller-Tengelmann (r.) und Reinhard Schulte freuen sich über den Erfolg der elektronischen Tickets in Münster.

Neuer Fahrgastrekord der Stadtwerke

Elektronische Tickets machen Busfahren einfacher

Mit 39,7 Millionen Fahrgästen haben die Stadtwerke Münster 2013 erneut einen

Fahrgastrekord aufgestellt: So viele Menschen sind in 125 Jahren Nahverkehr noch nie in Münster Bussen und Bahnen unterwegs gewesen. „Der Rekord bestätigt unsere Strategie, das Busfahren noch einfacher zu machen. Die erfolgreiche Einführung des elektronischen Tickets Anfang 2013 ist ein wichtiger Baustein. Der Fahrgast muss sich keine Gedanken mehr um das richtige Ticket oder Kleingeld mehr machen – das erledigt die PlusCard mit E-Ticket für ihn“, bilanziert Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke.

Im Vorjahresvergleich zeigt sich das deutliches Wachstum: Gegenüber 2012 ergibt sich ein Plus von zwei Millionen Fahrgästen (+ 5,2 Prozent). Bundesweit lag der Fahrgastzuwachs 2013 bei 0,8 Prozent. Besonders deutlich wird das Plus in Münster bei Betrachtung eines längeren Zeitraums: Im Vergleich zu 2009 stieg die Fahrgastzahl um fast 25 Prozent.

E-Ticket bringt Vorteile für Kunden und Betrieb

Noch stärker als die Fahrgast- sind in den vergangenen drei Jahren die Abozahlen gestiegen – von 24.000 (2009) auf 41.600 (2013). „Über diese hohe Kundenbindung freuen wir uns sehr, die Abooffensive der letzten Jahre hat gut funktioniert“, erklärt Henning Müller-Tengelmann. „Mit dem elektronischen 90 MinutenTicket haben wir uns daher 2013 auf die Gelegenheitsfahrer fokussiert“.

Das Ticket haben die Stadtwerke im März 2013 eingeführt, nach nur vier Monaten hatten bereits 10.000 Münster die PlusCard mit 90 MinutenTicket in der Tasche, aktuell über 17.000. Auch die Nutzerquote überzeugt die Stadtwerke: Etwa die Hälfte der Tickets wird monatlich eingesetzt. „Da sich das 90 MinutenTicket an Gelegenheitsfahrer richtet, war nicht zu erwarten, dass jeder es regelmäßig nutzt. Wichtig ist, dass es im Portmonee der Münsteraner steckt. Wenn sie dann überlegen, ob sie Bus oder Auto nutzen wollen, fällt die Entscheidung dank 90 MinutenTicket schneller auf den Bus“, ist sich Reinhard Schulte, Leiter des Nahverkehrsmanagements der Stadtwerke Münster, sicher. Das zeigen auch die Zahlen: Im Bus werden inzwischen deutlich weniger Tickets verkauft. Ein gewollter Effekt, denn so können Standzeiten reduziert werden. Der Rückgang des Barverkaufs ist allerdings geringer als die Fahrten aller Nutzer des 90 MinutenTickets. „Die Nutzer des 90 MinutenTickets fahren häufiger Bus als früher mit Papiertickets“, schlussfolgert Schulte.

Zusätzlicher Service bringt zusätzliche Fahrgäste

„Mehr Fahrgäste kommen nicht aus dem Nichts, sie sind die Belohnung für unsere Arbeit der letzten Jahre“, resümiert Reinhard Schulte: Ein Beispiel dafür ist die Fahrplanauskunft: Gab es früher nur das Fahrplanbuch und die elektronische Auskunft auf der Internetseite, kann der Fahrgast sich nun seinen bevorzugten Weg aussuchen. Die App „Fahrplan MS“ wurde über 135.000 Mal heruntergeladen, seit kurzem gibt es sie neben den bekannten Systemen Android und Apple auch für Windows Phone 8, eine Version für Windows-PCs und -Tablets ist genauso in Arbeit wie eine spezielle Smartphone-Version des Liniennetzplans. Als erste Stadt Deutschlands wagte Münster zudem den Schritt in Google Maps, seit 2012 bekommen die Fahrgäste auch direkt in der populären Kartenanwendung ihre Fahrplanauskunft.

Mehr Fahrgäste bedeuten aber auch mehr Platzbedarf in den Bussen. In den letzten Jahren haben die Stadtwerke daher zusätzliche Fahrten eingeführt: Schon seit 2011 fahren die Busse am Samstag bis nach 20 Uhr im 20-Minuten-Takt, Ende 2012 wurden mit dem neuen Winterfahrplan zwischen Herbst- und Osterferien zusätzliche Fahrten im Berufsverkehr eingeführt.

Kundenzufriedenheit zahlt sich aus

39,7 Millionen Fahrgäste sind auch Spiegelbild der Kundenzufriedenheit. Hier haben die Stadtwerke Münster 2013 im renommierten ÖPNV-Kundenbarometer von TNS/Infratest zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz unter Deutschlands Nahverkehrsunternehmen belegt. „Für uns sind hohe Fahrgastzahlen und hohe Kundenzufriedenheit ein Ansporn, weiter sowohl auf gute Fahrplan- und Fahrzeugangebot als auch auf top Kundenservice zu setzen“, so Dr. Henning Müller-Tengelmann.