Gedenktag “Nein zu Gewalt an Frauen”

Mehr als 6500 Terre des Femmes “Frei leben – ohne Gewalt”- Fahnen und Banner werden jährlich als sichtbares Zeichen zum 25. November gehisst. Seit 15 Jahren wehen die Fahnen an diesem Tag als Zeichen für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik, die wegen ihres politischen Widerstands am 25. November 1960 getötet wurden. Der Mut dieser drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen in ihrer verschiedenen Form ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen überhaupt. Einer aktuellen Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zufolge sind rund 35 Prozent aller Frauen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Dies geschieht größtenteils unbemerkt inmitten der Gesellschaft. Nur ein Fünftel der Betroffenen wendet sich an eine Beratungsstelle. Daher wird der Gedenktag “Nein zu Gewalt an Frauen” genutzt, um dieses Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Auch Gleichstellungsstellen der Städte Greven und Münster beteiligt sich wieder an dieser wichtigen Öffentlichkeitsaktion und zeigt am 25. November am Rathaus Flagge. Darüber hinaus liegen verschiedene Flyer und Veröffentlichungen zu diesem Thema an der Information aus.

Nähere Informationen und Hinweise für Hilfesuchende gibt es unter www.haeusliche-gewalt-kreis-steinfurt.de. Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können sich außerdem bei der kreisweit tätigen Frauenberatungsstelle unter Tel. 05971 8007370 oder frauenberatungsstelle@dw-te.de informieren, beraten und unterstützen lassen. In akuten Fällen steht außerdem rund um die Uhr das kostenlose und vertrauliche Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” zur Verfügung. Unter der Rufnummer 08000 116016 sowie über Chat und E-Mail auf der Webseite www.hilfetelefon.de geben ausgebildete Fachberaterinnen Auskunft zu allen Formen der Gewalt.