Feuerwerksverkauf – 40 Prozent Verstöße festgestellt

– Die Bezirksregierung Münster hat vom 27. bis 31. Dezember 2018 die Lagerung und den Verkauf von Silvesterfeuerwerk in 279 Betrieben überprüft. In 223 Betrieben fanden die 14 Arbeitsschützer der Arbeitsschutzdezernate Pyro-Technik vor. Dort wurden 96 Verstöße festgestellt.

Wie in den vergangenen Jahren wurde wieder im Bereich versperrter Flucht- und Rettungswege die höchste Anzahl von Mängeln (32) festgestellt. In 18 Fällen fehlten Feuerlöscher oder diese waren nicht geprüft.

In 14 Geschäftsräumen war zu viel Pyro-Technik vorhanden, die aber in elf Fällen innerhalb der Verkaufsstelle entsprechend umgelagert werden konnte. Erlaubt ist die Auslage von Feuerwerkskörpern mit einem Netto-Gewicht von 70 Kilogramm. In sechs Fällen wurde die Pyro-Technik falsch gelagert. In zwei Fällen wurde die Pyro-Technik in nicht zulässigen Lagerräumen vorgefunden. In einem Fall lag ein Defekt an einer elektrischen Anlage im Lagerraum vor. Der Diebstahlschutz war in zwei Fällen nicht gewährleistet. In einem Fall wurde Pyrotechnik der Kategorie F2 und P1 in einem Verkaufsregal nebeneinander angeboten. Gegen die Kennzeichnungspflicht (Altersangabe, Fälschungen) wurde in sieben Fällen verstoßen. Produktmängel wie beispielsweise aufgerissene Verpackungen wurden in fünf Fällen festgestellt und bei drei Verkaufsstellen fehlende Sichtverpackungen geahndet. In drei Fällen mussten Produkte aus dem Verkauf genommen werden. Der Verkauf außerhalb geschlossener Verkaufsräume wurde zwei Mal geahndet.

Positiv aufgefallen ist die zusätzliche Sicherungen der Pyro-Technik bei Containerlagerung mit Schnellbausteinen oder Paletten mit Zementsäcken. Allerdings kam das nur in Einzelfällen vor. Außerdem wurden bei der Kontrolle keine Mängel aufgrund fehlender CE-Kennzeichnungen festgestellt.