Unternehmen aus dem Münsterland steigern Auslandsinvestitionen

Die IHK hat mal wieder die Unternehmen befragt, die in ihr organisiert sind. Sie wollte wissen, ob die Betriebe im Ausland investieren und warum sie dieses tun.

Nach wie vor ist das Engagement der nord-westfälischen Unternehmen im Ausland hoch: Jeder dritte Betrieb im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region will noch in diesem Jahr im Ausland investieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen unter 500 Unternehmen mit insgesamt 83.000 Beschäftigten. Gut ein Viertel der Unternehmen will sogar mehr Mittel aufwenden als 2015.

Bei den Auslandsinvestitionen geht es rund 80 Prozent der Betriebe darum, näher am Kunden zu sein. Im Vordergrund stehen Vertrieb und Kundendienst (52 Prozent). Das Motiv, preiswerter zu produzieren, spielt nach der IHK-Umfrage nur für 16 Prozent der Unternehmen eine Rolle. Vor allem für die mittelständischen Unternehmen bleibt Europa bei den Direktinvestitionen ins Ausland das Hauptzielgebiet. Besonders hoch im Kurs stehen die Länder der Eurozone mit knapp 60 Prozent der Nennungen. Nordamerika ist in diesem Jahr stärker in den Fokus gerückt und mittlerweile für jedes vierte Unternehmen das Ziel von Direktinvestitionen (2015: 19 Prozent). Es folgen China mit 22 und das übrige Asien mit 13 Prozent. Entfernter liegende Märkte werden vor allem von größeren mittelständischen Firmen angesteuert, während kleinere Unternehmen sich auf Europa konzentrieren.

Die IHK-Umfrage zeigt zudem, dass das Klima für internationalen Handel und Investitionen im Ausland rauer geworden ist: Zwei Drittel der Unternehmen geben an, Hemmnisse überwinden zu müssen. Davon haben 40 Prozent Schwierigkeiten, passende Geschäftspartner zu finden. Dazu kommen fehlende Rechtssicherheit, Bürokratieaufwand und Währungsrisiken. Jedem fünften Unternehmen fehlt es an qualifiziertem Personal zur Entsendung ins Ausland.