Häusliche Gewalt im Kreis Steinfurt

Viele Sexual-Strafverfahren werden aus Mangel an Beweisen eingestellt, oder die Straftaten werden erst gar nicht zur Anzeige gebracht. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, die Spuren einer Vergewaltigung zeitnah sicherzustellen und gerichtsfest zu dokumentieren. So gewinnen Frauen Zeit, um sich psychisch und physisch zu erholen und dann zu entscheiden, ob sie Anzeige erstatten möchten, sichern aber für diesen Fall die Beweise.

Deshalb lädt der „Runde Tisch – Häusliche Gewalt Kreis Steinfurt“ alle Interessierten zu der Informationsveranstaltung „Anonyme Spurensicherung nach einer Sexualstraftat“ am Mittwoch, 20. September, 17 bis 19 Uhr, in die Volkshochschule in Rheine, Josef-Winckler-Zentrum, Raum 212, Neuenkirchener Straße 22, ein. Prof. Dr. med. Heidi Pfeiffer, Direktorin des Institutes für Rechtsmedizin Münster, wird zu dem Thema ebenso referieren wie Sylvia Nienaber vom Referat Opferentschädigung des LWL Münster sowie Rita Leifker, Außenstellenleiterin des Weißen Ringes im Kreis Steinfurt.

Ziel der Veranstaltung ist, über die Möglichkeiten des Hilfeangebots zu informieren und über die Einführung der Anonymen Spurensicherung im Kreis Steinfurt zu diskutieren. Deshalb lädt der „Rund Tisch – Häusliche Gewalt“ insbesondere Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser aus der Region, die Ärzteschaft, Beratungsstellen und alle Interessierten zu dieser Fachveranstaltung ein. Denn nur mit einer Kooperation der Einrichtungen ist die Einführung der Anonymen Spurensicherung möglich.


Anmeldungen sind erwünscht unter Telefon 05971 939–124 oder per Email an info@vhs-rheine.de.