„Jugendliche ohne Grenzen“

Wichtige Grundlagen für eine bessere Integration im Münsterland wurden gelegt – oder, um mit den Worten eines Teilnehmers aus Guinea zu sprechen: „Diese vier Seminare sind für mich die besten, seit ich mein Land verlassen habe.“ Denn an vier Wochenenden trafen sich (Neu-) Zugewanderte aus den elf Städten und Gemeinden des Kreises Coesfeld, um Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation zu diskutieren; zugleich wurden sie als Multiplikatoren für die politische Bildung gewonnen. Für das Projekt „Jugendliche ohne Grenzen“ waren insgesamt 20 Personen durch Ehrenamtliche aus den örtlichen Flüchtlingsinitiativen vorgeschlagen worden. Die Seminare fanden im Marienhof Baumberge in Nottuln statt.

Angeboten und organisiert wurden die Veranstaltungen vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) des Kreises Coesfeld, dem Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ aus Hamm. Teilnehmer waren Migranten aus den afrikanischen Staaten Eritrea und Guinea sowie aus dem Vorderen Orient. Aus Asien kamen Zugewanderte, die aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien stammen.

„Mit diesem Projekt ist es uns gelungen, Zugewanderte als Multiplikatoren für den Kreis Coesfeld zu gewinnen“, so Cornelius Bracht, Bildungskoordinator beim KI. Ziel der Seminare war es, Ansprechpartner für andere Flüchtlinge unter den Zugewanderten zu finden. Projektleiter von „Jugendliche ohne Grenzen“ waren Nelli F. Soumaoro und Dr. Medard Kabanda; beide Seminarleiter konnten ihre eigenen Erfahrungen in der Flüchtlingspolitik und politischen Bildung mit einbringen.


Eine Fortsetzung des Projektes ist noch im Frühjahr 2018 geplant. Dafür sind weitere Anmeldungen möglich. Für Rückfragen steht Cornelius Bracht beim Kommunalen Integrationszentrum unter Telefon 02541 / 18-9410 oder der E-Mail-Adresse Cornelius.Bracht@kreis-coesfeld.de zur Verfügung.


Foto:  Cornelius Bracht